Ja das Ergebnis sagt es nicht aus, aber die Entstehungsgeschichte schon; die ZWO! ist im Aufwind und weist eine steigenden Formkurve auf. Nach zwei Krisensitzungen und einigen Änderungen im Trainingsbetrieb konnte die Zweitvertretung der KÄMPFERHERZEN Frauenabteilung beim Auswärtsspiel in Krechting auf traumhaftem Kunstrasen über weite Strecken das Spiel dominieren und lieferte ein geschlossenes Bild ab. Die Verletzten und Kranken waren mit angereist damit fast der gesamte Kader an der Platzanlage im Rheder Stadtteil.

Direkt zu Beginn konnte Hannah Giebels nur regelwidrig im Strafraum gestoppt werden, den folgerichtigen Elfmeter konnte man bis Warbeyen hören, so laut knallte der Ball ans Quergebälk, von wo aus er allerdings zurück ins Feld flog und eben nicht ins Netz. So stand es weiterhin 0:0. Weiterhin tritt der Gast aus Warbeyen spielbestimmend auf, erspielt sich einige Chancen. Eine kleine Unachtsamkeit beim Spiel über den Torwart bringt Krechting dann in Führung. Mehr als unglücklich, aber so ist Fußball. Toll dann die Reaktion des Teams; weiterhin immer wieder Aufbauspiel über die Torhüterin und die Innenverteidigerinnen. Und so kommt immer mehr Sicherheit ins Spiel. Die Viererkette rückt immer wieder gut auf und hält das Spiel weit weg vom eigenen Tor. Mit welchen Risiken dass in der Bezirksliga (ohne Linienrichter) behaftet ist, zeigt sich in der Minute 41. Ein weiter Schlag nach vorne, das bevorzugte Mittel der Gastgeber, und die Stürmerin der Grünen läuft alleine auf unser Tor zu. Auf Ballhöhe hätte ein Schiedsrichter sicher auf Abseits erkannt. Aber so fällt eben das 2:0. Abermals zeigt die ZWO! Moral und Zusammenhalt. Es wird nicht gemeckert, nicht gehadert.

In der Halbzeit wird klar analysiert was gut läuft und das es weiterhin Geduld erfordern wird um das Spiel noch zu drehen. Mit dem spielerischen und taktischen Übergewicht sollte das zumindest möglich sein, so die Analyse. Also geht es mit frischem Mut zurück ins Spiel. Und mit zunehmender Spieldauer zeigt sich die deutlich besserer Fitness und spielerische Klasse der Gäste. Immer wieder finden sie nun die Lücken, immer seltener kommt Krechting selber zu Aktionen. Wieder einmal kann (dieses mal Julia Bless) ein Angriff nur regelwidrig unterbunden werden, zweiter Elfer. Jetzt schnappt sich Lea Ricks das Leder und beweist ihre stark aufsteigenden Form mit eiskalter Verwertung. 2:1 Anschlustreffer! Jetzt spielt nur noch Warbeyen. Die ersten Wechsel eines bis dahin sehr geschlossenen agierenden Teams sind ab Minute 60 fällig, Wonsi kommt für Blessi die bis dahin sehr stark gespielt hatte, Babs für Susi. Damit verbunden eine Umstellung auf 4-3-3. Wonsi schenkt sich dann gleich mal nachträglich zum Geburtstag den Ausgleich in Minute 71, indem sie gerade noch mit der Fußspitze den Ball unhaltbar aus kürzester Distanz ins kurze Eck spitzelt. Nun wollen sie auch die drei Punkte und beziehen auch die Aussenverteidigerinnen aktiv ins Angriffsspiel ein. Dann der entscheidende Coachingfehler des Vertreters von Coach Raphael Erps, der derzeit im Kurzurlaub weilt; gerade noch die Aussenverteidigerin nach vorne dirigiert kommt der Gegner in Ballbesitz und einer der üblichen Befreiungsschläge landet eben auf der blanken Aussenbahn. Zu zweit frei vor dem Tor lassen sie Clara keine Chance und verwerten zum 3:2 Siegtreffer. In den letzten 15 Minuten ist es nur ein Anrennen gegen ein Abwehrbollwerk und das suchen nach Lücken die sich nicht mehr zeigen.

Trotz des mehr als unglücklichen Spielverlaufs und eines weiteren negativen Ergebnisses bleibt das Fazit grundsätzlich positiv. Gelingt es weiterhin die Trainingsarbeit so intensiv zu halten und gelingt es dem Team den Zusammenhalt auf dem Platz so aufrecht zu halten, werden sich auch die Ergebnisse verbessern. Das wäre nur folgerichtig.