Zwei U20 Teams gegeneinander, wobei das unsrige durchaus als „gepimpt“ bezeichnet werden darf, standen doch zwei Spielerinnen über zwanzig für die Seniors auf dem Platz. Dennoch, der Vergleich war mit Spannung erwartet worden und nach dem furiosen Auftakt unserer Aufsteigerelf war das gestrige Gastspiel an der Ardelhütte die erste schwere Prüfung. Und sie erwies sich als zu schwer. Vielleicht waren es die eigenen Erwartungen, vielleicht auch einfach nur ein „schlechter Tag“, jedenfalls liessen die KÄMPFERHERZEN das Herz offenbar teilweise in der Kabine.

Kämpfer konnte man durchaus sehen, und das war in diesem sehr köperbetonten Spiel auch dringend erforderlich, aber das Auftreten aus einem Guss, das bedingungslose „sich in den Dienst der Sache stellen“ das war nicht so zu spüren wie in den ersten beiden Partien. Vielleicht war auch die komplexe taktische Aufgabenstellung gegen einen gut organisierten, und sowohl technisch als auch athletisch sehr starken Gegner einfach mal eine Nummer zu viel an diesem Sonntag. In der Summe jedenfalls zeigte der Gegner das geschlossenere harmonischere Bild und muss neidlos als verdienter Sieger beglückwünscht werden. Wohlwissend, dass der Klassenerhalt in der ersten Regionalliga Saison das einzig realistische Ziel sein kann, holt uns Spiel und Spielergebnis vielleicht gerade rechtzeitig auf den harten Boden der Realität zurück. Dabei gelangen Essen aus dem Spiel heraus nicht soviel zwingende Torchancen dass es unbedingt 4:0 hätte ausgehen müssen, und mehrfach gelangen über schnelles, direktes Spiel vielversprechende eigene Spielzüge. Aber nichts war zwingend genug um den Eindruck zu vermitteln, hier wäre mehr drin gewesen. Jedenfalls nicht an diesem Tag.

Das Gesehene stimmt jedoch weiterhin gewogen optimistische sich in dieser Spielklasse behaupten zu können. Und genau für solche Spiele gegen solche Gegner wollten wir überhaupt in dieser Spielklasse antreten. Daran, und am Glauben an unserer Team ändert sich aufgrund dieses Spiels rein gar nichts. Es macht Spaß die Entwicklung zu sehen, jeder einzelnen Spielerin und des Teams als Ganzem. Betrachtet wir das Rückspiel dann mal als Gratmesser dieser Entwicklung. Darauf wird man gespannt sein dürfen!