auch wenn es mathematischer Blödsinn ist, unsere Seniors gewinnen klar mit 0:0 gegen den SV Menden. Vielleicht nicht das Spiel, aber auf jeden Fall die Herzen der Zuschauer, die Bewunderung der Spielerinnen aller anderen Teams unseres VfR, und nicht zuletzt, den Respekt der Verantwortlichen im Verein. Was die Gastgeber, insbesondere in der zweiten Halbzeit am Samstagabend unter Flutlicht im Stadion des 1.FC Kleve zeigten, war Fußball-Feinkost. Warum an Ende kein Torerfolg heraussprang war ebenso unerklärlich wie unverdient. Ein solches Spiel hätte nur einen, klaren, Sieger verdient gehabt.

Die wieder einmal ganz in weiss gekleideten Warbeyenerinnen zeigten sich in der ersten Halbzeit noch etwas wenig zwingend, vielleicht aus Respekt vor der imposanten Kulisse die die strahlende GETEC Arena an diesem Abend bot, vielleicht auch weil der Gast unerwartet frech aufspielte. Jedenfalls liess der Gegner in der ersten Halbzeit nicht erkennen, warum bisher noch keine Punkte einfahren konnte. Erst als die Schiedsrichterin ein zweites Mal den Ball zum Spiel freigab, zeigte ein völlig anders auftretender Gastgeber warum ihnen einige Experten einen sicheren Klassenerhalt zutrauen. Sie zündeten ein spielerisches Feuerwerk, mit variablem, nicht auszurechenden Spielzügen. Investierten viel Laufarbeit und belohnten sich mit dem Kreieren von Chancen beinahe im Minutentakt. Mindestens sechs davon hätten vermutlich an einem „normalen“ Tag den Weg über die Linie gefunden. Doch an diesem Samstag wollte das Runde einfach nicht ins Eckige. Fans, Zuschauer, einfach alle rechneten mit jeder Aktion damit, dass nun endlich das längst überfällige Tor für die Gastgeber fallen würde. Wenigstens, so mag man sich trösten, wurden sie nicht mit einem (in solchen Fällen häufig fallenden) Gegentor „bestraft“.

Es war Werbung für den Fußball was das „weisse Ballet“ auf den grünen Rasen zauberte und sicher haben einige die erstmals als Zuschauer dabei waren, das nächste Heimspiel bereits im Kalender vermerkt. Auch wenn das Spiel unentschieden ausgeht und nicht drei Punkte für den Klassenerhalt verbucht werden können, dieser eine zählt moralisch dreifach. Wenn alles so läuft wie es soll, dann geht das Team aus dieser Partie noch gestärkter hervor und glaubt an die Statistik. Einfach weiter Gas geben! Es ist rechnerisch nicht möglich so viele Chancen unbewohnt zu lassen. Im nächsten Leistungsvergleich müssen die Tore wie reife Früchte fallen. Es kann nicht anders! Von Seiten des kleinen Spielberichteschreibers bleibt eine tiefe Verbeugung und Hochachtung vor diesem Auftritt!