Das Motto „was du vorne nicht machst, wird hinten bestraft“ dürfte absolut treffend die Auftaktpartie der ZWO beschreiben.

Von Beginn an machte die ZWO klar, dass sie das Spiel gegen die Gäste aus Spellen für sich entscheiden wollen. Ballbesitzquote bis zur Halbzeit rund 70/30 und jeder dachte, dass das ein eindeutiges Spiel wird. Tja, falsch gedacht. Nach mehreren hochkarätigen Chancen, die die ZWO nicht in zählbares umwandeln konnte, führte Spellen aus dem Nichts nach einer lang geschlagenen Flanke, die sich ins Tor senkte mit 0:1. Die Körpersprache der ZWO nach diesem Treffer sagte alles! Nein, das wollten sie nicht akzeptieren und es wurde noch eine Schüppe drauf gelegt.

Konzentriert und humorlos spielten sie einen Angriff nach dem anderen auf das Spellener Tor und oft genug hielt eine top aufgelegte Torhüterin auf Seiten der Spellener, ihre Mannschaft noch im Spiel. Egal ob Susi über die Außen, Julia von der 10 aus in die Tiefe, Christina und Henne aus dem Rückraum – die ZWO blieb variabel und unberechenbar. Der Ausgleich dadurch nur eine Frage der Zeit. Nach Zuspiel von Christina startete Shirin dann nach 30 Minuten durch und versenkte unhaltbar zum erlösenden 1:1 ins untere Eck. Damit aber nicht genug! Das reichte der ZWO nicht und da Christina und Shirin jetzt ja wussten wie es geht, ergab sich auch der 2:1 Führungstreffer aus einer Kombination der Beiden. Hinten stand das Bollwerk aus Chris mit ihren Küken Eleni, Jette und Clara absolut sicher und jeder Ball wurde sauber rausgespielt. Für Spellen gab es somit erstmal nichts zu holen.

Kurz vor bzw. zur Halbzeit dann verletzungsbedingte Auswechselungen von Julia und Chris, für die Verena und Michelle kamen. Und weiter ging es Richtung Spellener Tor. Der Unterschied zur ersten Halbzeit: Susi bekam weniger Platz, um in die Gasse zu starten und im gesamten stand Spellen jetzt kompakter. Torschüsse wurden konsequenter unterbunden, was die ZWO aber nicht davon abhielt es zu versuchen. Mut wird ja meistens belohnt und durch Michelle verfügt die ZWO über eine Spielerin, die mit Übersicht und Auge Räume findet, die meist kein anderer sieht. So bedient sie Susi mit einem Zuckerpass Richtung Grundlinie 16er und Susi lässt sich nicht lange bitten. Turbo gezündet, Konzentration eingeschaltet und rums! 3:1!

So, das musste es jetzt ja gewesen sein und Spellen endlich mal einknicken. Denkste! Spellen gab keineswegs das Spiel ab und zog vermehrt aus der Distanz ab. Einer dieser Bälle rutschte durch und auf einmal war es mit 3:2 wieder eng und das Spiel offen. Die ZWO dadurch verunsichert und Spellen jetzt mit mehr Spielanteilen. Nichtsdestotrotz hielt die ZWO dagegen und war nicht bereit dieses Spiel aus der Hand zu geben. Nein, das wäre dem Spielverlauf nach auch nicht gerechtfertigt gewesen. So zitterten sie sich die letzten Minuten zum Sieg und nagelten die Punkte auf dem Duvenpoll fest.

Jetzt gilt es den Puls wieder runter zu fahren und sich auf das kommende Spiel vorzubereiten. Die Weichen sind auf jeden Fall gestellt. Ein Sonderkompliment möchten wir an dieser Stelle auch nochmal an die Spellener Torhüterin Michelle Peters aussprechen, die mit tollen Paraden und 90 Minuten Souveränität ihre Mannschaft im Spiel gehalten hat. Bravo Michelle!