Was waren sie enttäuscht, als es letzte Woche nichts zählbares in Wetten gab. Zu fahrig im eigenen Spiel und ohne richtigen Zugriff, kaufte Wetten der ZWO Stück für Stück den Schneid ab und schockte die Spielerinnen schlussendlich mit dem 1:0 durch einen Schuss aus dem Halbfeld. Alles in allem hatte die ZWO zwar mehr Spielanteile, Wetten jedoch durch eine clevere und faire Zweikampfführung mehr vom Spiel.

So war es also Zeit gegen den SSV Lüttingen zur Wiedergutmachung anzusetzen.

Tempo auf der Außenbahn, klare Zuordnung, klares Verschieben – so die Forderungen des Trainers und auch der Spielerinnen selbst. Mit leicht veränderter Startaufstellung (Christina auf Außen, Louisa auf die 10) ging’s los und ein ausgeglichenes Spiel zeigte sich. In der ersten Halbzeit gute Chancen für die ZWO, die Christina und Julia in zählbares umwandeln. Lüttingen jedoch nicht geschlagen, wusste individuelle Fehler konsequent zu nutzen und führte prompt mit 2:3 als es in die Pause ging.

Nein! Das konnten sie nicht auf sich sitzen lassen. Zu hart hatten sie die letzten Wochen trainiert und zu sehr wollten sie den Sieg. Für Pia ging es angeschlagen nicht mehr weiter. Hendrina rückte eine Position zurück und Michelle kam auf die 6. Und weiter! Immer weiter! Der Wille zum Sieg deutlich erkennbar und trotzdem der Zwang geduldig zu bleiben – keine einfache Aufgabe. Shirin erlöste die ZWO in der 87. Minute mit dem Ausgleich und belohnte sich für ihre Leistung. Damit aber nicht genug und jetzt mit zweiter Luft ausgestattet, legte sie kurz danach noch einen drauf und netzte in der 89. Minute zum 4:3 Endstand.

Puh, da hieß es erstmal durchatmen nach dem Spiel. Knappe Kiste, aber auch ein Spiel das zeigt was in der Truppe steckt. Sie sind noch lange nicht da wo sie sein wollen, aber definitiv auf dem richtigen Weg, denn das einzige was der Coach nicht aktiv trainieren kann, ist die richtige Einstellung zum Spiel und die stimmt.
Weiter geht’s ZWO!